„Airbourne“ im weltweiten Pressespiegel: So kommt das neue Album international an
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Hasching -
11. September 2026 um 18:00 -
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- „Airbourne“ ist da
- Der internationale Pressespiegel
- METAL HAMMER: Höchstwertung für „Airbourne“
- The Rockpit: Die Essenz von Airbourne
- rockmagazine.net: Genau das, was Fans erwarten
- Frontstage: Stark produziert, aber wie oft funktioniert die Formel noch?
- BLABBERMOUTH.NET: Ist Airbourne inzwischen eine eigene Größe?
- metal.de: Wenn Airbourne draufsteht, bekommt man Airbourne
- Kerrang!: Die kritischste Stimme
- Louder: Eine Verbeugung vor klassischem Hard Rock
- Bryan Adams und Mutt Lange sorgen für Aufmerksamkeit
- Zwölf Songs, keine Ballade
- Ein Song fällt besonders häufig auf
- Und natürlich wieder die AC/DC-Frage
- Zwischen Höchstwertung und Kritik
- Jetzt seid ihr dran
„Airbourne“ ist da
Fast sieben Jahre nach „Boneshaker“ sind Airbourne mit ihrem sechsten Studioalbum zurück.
Der Titel könnte kaum eindeutiger sein: Die Australier haben ihre neue Platte schlicht „Airbourne“ genannt.
Das selbstbetitelte Album erschien am 4. September 2026 über Spinefarm Records, umfasst zwölf Songs und kommt auf rund 47 Minuten Spielzeit. Die aktuelle Besetzung besteht aus Joel O'Keeffe, Ryan O'Keeffe, Justin Street und Brett Tyrrell.
Schon der Name der Platte wirkt wie eine Ansage. Airbourne versuchen nicht, sich komplett neu zu erfinden. Vielmehr scheint dieses Album möglichst konzentriert zeigen zu wollen, wofür die Band seit mehr als zwei Jahrzehnten steht.
Und genau dieser Punkt zieht sich auffällig durch viele der internationalen Rezensionen.
Die entscheidende Frage lautet weniger:
Klingen Airbourne plötzlich anders?
Sondern vielmehr:
ZitatWie gut funktioniert Airbourne im Jahr 2026 noch als Airbourne?
Der internationale Pressespiegel
Eine Woche nach Veröffentlichung fällt das Gesamtbild überwiegend positiv aus.
Besonders interessant ist, dass viele Kritiker denselben Punkt ansprechen und ihn völlig unterschiedlich bewerten:
Airbourne bleiben ihrer bekannten Formel ausgesprochen treu.
Die Wertungen stammen aus den jeweiligen aktuellen Rezensionen.
METAL HAMMER: Höchstwertung für „Airbourne“
Der deutsche METAL HAMMER vergibt tatsächlich die volle Punktzahl von 7/7.
Besonders positiv bewertet das Magazin, dass „Airbourne“ trotz der vertrauten Grundlage mehr Abwechslung bietet, als man zunächst erwarten könnte.
„Here She Comes“ wird als Gute-Laune-Hymne hervorgehoben, während „Sky High“ und „Last Man Standing“ etwas Tempo herausnehmen, ohne dass die Platte an Druck verliert.
Auch Joel O'Keeffes Gesangsleistung kommt ausgesprochen gut weg. METAL HAMMER bezeichnet seine Performance auf dem Album als besonders stark.
ZitatMETAL HAMMER: 7/7
Kurz zusammengefasst: Airbourne bleiben unverkennbar Airbourne, schaffen es innerhalb ihres bekannten Stils aber, genügend Abwechslung und neue Akzente zu setzen.
The Rockpit: Die Essenz von Airbourne
Besonders interessant ist natürlich die australische Sicht.
The Rockpit vergibt 9/10 und sieht gerade im selbstbetitelten Namen eine passende Ansage.
Das Magazin beschreibt „Airbourne“ im Grunde als besonders konzentrierte Version all dessen, was die Band ausmacht. Dabei wird vor allem hervorgehoben, wie groß und druckvoll die Produktion diesmal ausgefallen ist.
Produzent Brian Howes und Engineer Mike Fraser hätten eine Band eingefangen, die größer denn je klingt, ohne den rauen Charakter zu verlieren.
ZitatThe Rockpit: 9/10
Kurz zusammengefasst: Keine Neuerfindung, sondern Airbourne in besonders großer, lauter und selbstbewusster Form.
rockmagazine.net: Genau das, was Fans erwarten
Bei rockmagazine.net landet „Airbourne“ bei 8,5/10.
Auch hier taucht die zentrale Diskussion des Albums wieder auf:
Musikalische Innovation ist kaum vorhanden.
Das Magazin sieht darin aber gleichzeitig den größten Pluspunkt der Platte. Wer Airbourne bisher nicht mochte, dürfte auch durch das neue Album kaum bekehrt werden. Wer dagegen genau diesen direkten und kompromisslosen Hard Rock sucht, bekommt eine besonders groß produzierte Version davon.
Das Fazit fällt entsprechend positiv aus: Airbourne wissen sehr genau, was sie können und warum ihre Fans sie hören.
Zitatrockmagazine.net: 8,5/10
Kurz zusammengefasst: Bekanntes Rezept, aber mit viel Spielfreude, großer Produktion und reichlich Druck umgesetzt.
Frontstage: Stark produziert, aber wie oft funktioniert die Formel noch?
Frontstage Magazine bewertet „Airbourne“ mit 8/10.
Auch dort wird betont, dass die Band ihrem bekannten Stil konsequent treu bleibt.
Die bewährte Formel werde zwar nicht neu erfunden, aber außerordentlich gut umgesetzt. Gleichzeitig stellt die Rezension die berechtigte Frage, wie oft Airbourne dieses Konzept noch wiederholen können, ohne irgendwann zu vorhersehbar zu werden.
Besonders gelobt werden die Produktion sowie der Abschluss „Send Me To Rock 'N' Roll Heaven“, mit dem Airbourne ihren verstorbenen Rockhelden Tribut zollen.
ZitatFrontstage Magazine: 8/10
Kurz zusammengefasst: Ein sehr gutes Airbourne-Album mit starker Produktion und viel Energie, aber ohne grundlegenden Stilwechsel.
BLABBERMOUTH.NET: Ist Airbourne inzwischen eine eigene Größe?
Das amerikanische BLABBERMOUTH.NET vergibt 7,5/10 und geht etwas kritischer an das Album heran.
Der bekannte Vergleich mit AC/DC spielt dort erneut eine wichtige Rolle.
Die Rezension stellt sogar ausdrücklich die Frage, ob Airbourne inzwischen den Schritt von einer zweitklassigen AC/DC-Alternative zu einer erstklassigen Airbourne-Ausgabe geschafft haben.
Das Urteil bleibt vorsichtig. Gleichzeitig erkennt BLABBERMOUTH auf dem Album mehrere starke Momente, die zeigen, welches Potenzial die Band auch nach über zwei Jahrzehnten noch besitzt.
ZitatBLABBERMOUTH.NET: 7,5/10
Kurz zusammengefasst: Die alten Vergleiche bleiben bestehen, doch „Airbourne“ liefert genügend starke Songs, um die Band nicht einfach auf ihre Vorbilder reduzieren zu können.
metal.de: Wenn Airbourne draufsteht, bekommt man Airbourne
Auch metal.de landet bei 7/10.
Die Rezension bringt das Prinzip der Band mit einem ungewöhnlichen Vergleich auf den Punkt: Airbourne seien ein wenig wie der Kuchen nach Großmutters bewährtem Rezept.
Man weiß ziemlich genau, wie er schmecken wird. Das bedeutet aber nicht, dass er deshalb schlechter schmeckt.
Genau darin sieht metal.de die Stärke des Albums. Die Band will ihre musikalische Eintönigkeit offensichtlich gar nicht ablegen. Sie gehört zum Konzept.
Wenn Airbourne auf der Platte steht, soll eben auch Airbourne drin sein.
Zitatmetal.de: 7/10
Kurz zusammengefasst: Keine großen Überraschungen, aber schnörkelloser Hard Rock mit einer Energie, die weiterhin funktioniert.
Kerrang!: Die kritischste Stimme
Deutlich zurückhaltender fällt das Urteil des britischen Kerrang! aus.
Das Magazin vergibt 3 von 5 Punkten.
Kritisiert wird vor allem, dass Airbourne musikalisch extrem vertrautes Terrain betreten. Auch einige der bewusst derben Texte stoßen dort auf deutliche Vorbehalte.
Interessanterweise lobt Kerrang! gleichzeitig genau das, was Airbourne seit Jahren so wirkungsvoll macht.
Mit „Last Man Standing“, „Rock N Roll Ya“ und „Bogotá“ liefere die Band eine Reihe extrem einfacher, aber enorm ansteckender Hard-Rock-Hymnen.
Das Urteil läuft letztlich darauf hinaus: Wer Veränderungen erwartet, ist hier falsch. Wer Airbourne genau dafür mag, bekommt reichlich davon.
ZitatKerrang!: 3/5
Kurz zusammengefasst: Inhaltlich und musikalisch sehr vertraut. Wenn die großen Refrains greifen, funktioniert das Airbourne-Rezept aber weiterhin.
Louder: Eine Verbeugung vor klassischem Hard Rock
Auch das britische Louder beschäftigt sich ausführlich mit „Airbourne“.
Eine klassische Punktewertung steht dort nicht im Vordergrund.
Die Platte wird vielmehr als energiegeladene Verbeugung vor der Geschichte des Hard Rock beschrieben.
Besondere Aufmerksamkeit bekommen die Zusammenarbeit mit Bryan Adams und Mutt Lange sowie die Hommagen an verstorbene Rockgrößen.
Louder hebt außerdem hervor, dass Airbourne ihre nostalgischen Einflüsse mit einer modernen, druckvollen Produktion verbinden.
Kurz zusammengefasst: Eine laute und herzliche Liebeserklärung an klassischen Hard Rock und seine Geschichte.
Bryan Adams und Mutt Lange sorgen für Aufmerksamkeit
Eine der interessantesten Geschichten rund um „Airbourne“ betrifft die Songs „Here She Comes“ und „Who Put The Rhythm In You?“.
An beiden Stücken waren Bryan Adams und Robert John „Mutt“ Lange als Co-Autoren beteiligt.
Spinefarm bestätigt diese Zusammenarbeit ausdrücklich. Gerade bei den großen, eingängigen Refrains ist nachvollziehbar, warum die Namen Adams und Lange im Zusammenhang mit diesen Songs immer wieder auftauchen.
Mutt Lange gehört schließlich zu den Produzenten, die den Sound einiger der größten Hard-Rock-Alben überhaupt entscheidend geprägt haben.
Trotzdem wirken die Songs nicht wie Fremdkörper.
Sie bleiben eindeutig Airbourne.
Zwölf Songs, keine Ballade
Auch bei der Tracklist macht Airbourne keine großen Umwege.
- Gutsy
- Alive After Death (Last Plane Out)
- Here She Comes
- Kid In A Candy Store
- Sky High
- Who Put The Rhythm In You?
- Christmas Bonus
- Last Man Standing
- Rock 'N' Roll Ya
- Bogotá
- Hell's Got No Vacancy
- Send Me To Rock 'N' Roll Heaven
Spinefarm beschreibt das Album selbst ausdrücklich als kompromisslose Rock-'n'-Roll-Platte ohne Balladen.
Ein Song fällt besonders häufig auf
Unter den neuen Titeln bekommt „Alive After Death (Last Plane Out)“ in mehreren Besprechungen besondere Aufmerksamkeit.
Daneben fällt vor allem der Abschluss „Send Me To Rock 'N' Roll Heaven“ auf.
Der Song erinnert an verstorbene Größen der Rockgeschichte und gibt dem Album zum Ende noch einmal eine andere Note.
Louder nennt unter anderem Lemmy, John Bonham, Bon Scott und Little Richard als Musiker, auf die der Song Bezug nimmt.
Damit besteht „Airbourne“ nicht ausschließlich aus Vollgas, großen Gitarrenriffs und gewohnt derbem Rock-'n'-Roll.
Zwischendurch zeigt sich auch die große Verbundenheit der Band mit ihrer eigenen musikalischen Geschichte.
Und natürlich wieder die AC/DC-Frage
Sie gehört inzwischen zu Airbourne wie die Gibson Explorer und die Bierdose auf der Bühne.
Auch 2026 kommt kaum eine größere Rezension ohne einen Vergleich mit AC/DC aus.
Besonders BLABBERMOUTH und Kerrang! greifen das Thema wieder deutlich auf.
Vielleicht ist die Frage nach mehr als zwei Jahrzehnten Airbourne allerdings längst weniger wichtig geworden.
Niemand legt heute ein neues Album der Band auf und erwartet Progressive Rock, elektronische Experimente oder einen radikalen Stilwechsel.
Airbourne haben längst ein eigenes Publikum aufgebaut, das ziemlich genau weiß, was es hören möchte.
Die interessantere Frage lautet daher:
ZitatSchaffen Airbourne es noch immer, mit dieser bekannten Formel gute Songs zu schreiben?
Nach den bisherigen internationalen Rezensionen lautet die Antwort überwiegend:
Ja.
Zwischen Höchstwertung und Kritik
Gerade der Unterschied zwischen 7/7 beim METAL HAMMER und 3/5 bei Kerrang! macht den Pressespiegel interessant.
Für die einen ist die kompromisslose Treue zum eigenen Stil eine der größten Stärken des Albums.
Für andere ist genau sie die größte Schwäche.
Und vermutlich haben beide Seiten ein Stück weit recht.
„Airbourne“ ist kein Album, das versucht, die musikalische Welt der Band neu zu definieren.
Im Gegenteil.
Ein selbstbetiteltes Album kann auch als musikalische Visitenkarte verstanden werden.
Und genau so wirkt diese Platte:
ZitatDas sind Airbourne.
Laut. Direkt. Eingängig. Unkompliziert. Und mit ziemlich wenig Interesse daran, aktuellen Trends hinterherzulaufen.
Jetzt seid ihr dran
Wie gefällt euch „Airbourne“ nach der ersten Woche?
Welcher der zwölf Songs ist bisher euer Favorit?
Und wo ordnet ihr das neue Album im Vergleich zu
- „Runnin' Wild“
- „No Guts. No Glory.“
- „Black Dog Barking“
- „Breakin' Outta Hell“
- „Boneshaker“
ein?
Diskutiert mit uns über das neue Album.